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Kirchen

Schwäbische Dörfer sind geprägt von ihrer Pfarrkirche. Auch die Kirchen und Kapellen in Biberbach und seinen Ortsteilen stehen seit  Jahrhunderten im Mittelpunkt der dörflichen Gemeinschaften.

Die Biberbacher Heilig-Kreuz-Kirche

Die Anfänge der Pfarrei Biberbach sind bis heute unbekannt. Sicher bestand sie bereits im Jahre 1141. An der Stelle, an der sich heute die Biberbacher Pfarr- und Wallfahrtskirche erhebt, befand sich 1188 eine Burgkapelle des Pappenheimer Schlosses, die dem Heiligen Nikolaus geweiht war. An der Nordseite zeigt ein Sichtfenster das Bruchsteinmauerwerk der damaligen Schloßkapelle. Die Pfarrkirche stand über Jahrhunderte in der Dorfmitte und feierte das Patrozinium Sankt Jakobus und Sankt Laurentius.

Es muß wohl einen triftigen Grund gehabt haben, daß die Biberbacher den ursprünglichen Standort ihrer Dorfkirche nicht erhalten wollten. Vielleicht waren es die Hochwasser des Biberbaches. Jedenfalls zogen sie es vor, ihre Pfarrkirche erhöht auf einem Hügel neu zu errichten. Dabei wurden die Reste des Mauerwerkes der alten Burgkapelle integriert. 1484 wurde diese neue gotische Pfarrkirche den Patronen Sankt Jakobus und Sankt Laurentius geweiht. Die Biberbacher haben also das Patrozinium ihrer alten Pfarrkirche im Dorfkern auf den Neubau der Kirche von 1484 übertragen. Die Kirchweih wurde auf den Sonntag nach Kreuzerhöhung festgelegt.

Pfarrer Anton Ginther sah darin eine Fügung des Himmels, denn 1525 kam auf wunderbare Weise das große romanische Kreuzbildnis nach Biberbach. Die älteste Quelle von 1683 berichtet, daß zu Beginn der Reformation dieses Kreuzbildnis durch Bilderstürmerei aus einer Kirche an den Grenzen zu Württemberg entfernt wurde. Bei der Größe des Kruzifixes darf man wohl annehmen, daß es sich hierbei um eine Klosteranlage bzw. ein größeres Stift gehandelt haben muß. Ein katholischer Fuhrmann soll es dann auf seinen Wagen aufgeladen haben und mit dieser teuren Fracht durch Biberbach gekommen sein. Am steilen Kirchberg verweigerten die Pferde ihren Dienst und waren erst bereit weiterzuziehen, als das Kreuzbildnis abgeladen wurde. Man darf in der Folgezeit von einer lokalen Verehrung des Gnadenbildes in der gotischen Pfarrkirche ausgehen, aber mit Sicherheit nicht von einer regen Wallfahrt. 1616 ist es wegen einer Kirchenrenovierung auf den Dachboden der Kirche gebracht worden und dort - auch durch die Wirren des Dreißigjährigen Krieges - in völlige Vergessenheit geraten. Durch den Blitzeinschlag in den Turm am 10. August 1654, bei dem zwei Menschen starben, ist das Gnadenbild wieder in Erinnerung gekommen und ein Jahr später in der Kirche zur Verehrung aufgestellt worden.

Anton Ginther, der von 1679 bis 1725 hier Pfarrer war, hat einen Kreuzaltar errichten lassen und am Fest Kreuzauffindung, dem 3. Mai 1681, zum ersten Mal die Heilige Messe vor dem Gnadenbild gefeiert, "mit unglaublichem Trost und Zulauf dieser gantzen Gegend", wie er selbst schreibt. Man kann dieses Datum mit guten Gründen als den Beginn der Biberbacher Wallfahrt bezeichnen. Ab 1682 sind die ersten Wunderheilungen (Mirakelberichte) überliefert, und auch das älteste Wallfahrtsbildchen stammt aus dieser Zeit. Die jetzige Pfarr- und Wallfahrtskirche verdanken die Biberbacher dem Wirken ihres damaligen Pfarrers Anton Ginther. Am 16. Mai 1684 wurde der Grundstein gelegt, am 15. September 1697 erfolgte die feierliche Einweihung der neuen Kirche zur Ehre des Kreuzes Jesu, des Heiligen Apostel Jakobus und des Heiligen Laurentius.

Die Gesamtkosten des Kirchenbaus beliefen sich auf über 20.000 Gulden. Das Biberbacher Gnadenbild wurde zuletzt in den Jahren 1958/59 restauriert. Es ist weit über die Grenzen Schwabens hinaus als "Herrgöttle von Biberbach" bekannt. Mit dieser liebevollen Bezeichnung soll das Kreuz Jesu nicht verniedlicht werden, sondern es ist ein Ausdruck für das Vertrauen vieler Generationen in den gekreuzigten Herrn.

St. Sebastian in Affaltern

Die Geschichte der heutigen Pfarrkirche in Affaltern geht auf die Kapelle St. Sebastian zurück, die im Jahre 1697 abgerissen wurde. An derselben Stelle wurde in den Jahren 1697 und 98 die jetzige Pfarrkirche St. Sebastian erbaut. Bis 1758 war die Kirche nur Filialkirche, die eigentliche Pfarrkirche war bis dahin die Kirche im nahegelegenen Salmannshofen.
Im Jahr 2005 begann die Pfarrgemeinde Affaltern mit der umfangreichen Renovierung der Kirche. Die gesamte Dorfgemeinschaft engagierte sich mit den unterschiedlichsten Aktivitäten: Albanifest, Christkindlmarkt, Konzerte, unzählige geleistete Arbeitsstunden und viele Spenden. So konnte im Frühjahr 2008 die 250. Jahrfeier der Pfarrei Affaltern in einem großen Fest in einer wiedererstrahlten Kirche gefeiert werden.
Weitergehende geschichtliche Informationen finden sie auf den Internetseiten der Pfarrei Affaltern.

St. Peter in Feigenhofen

Die Feigenhofener Sankt-Peter-Kirche wurde um das Jahr 1200 errichtet, die nächste urkundliche Erwähnung findet sich um 1580, es wird ein ortsansässiger Pfarrer erwähnt. Später wird Feigenhofen in die Pfarrgemeinde Biberbach eingegliedert.

St. Johannes Baptist in Markt

Weithin sichtbar erhebt sich die Burg Markt über dem Schmuttertal. Im Hof der Burg, die schon im 14. Jahrhundert nachgewiesen wurde, steht die katholische Schlosskapelle St. Johannes der Täufer. Diese wurde in den Jahren 1738/39 im Stil des Barocks von Simon Rothmiller erbaut. Im Inneren der Kirche findet man Stuck von Joh. Finsterwalder, Fresken von Joh. Georg Wolcker, Figuren von Joseph Höchstetter und Schnitzreliefs mit Weihnachtsdarstellungen um 1510 aus dem Umkreis von Daniel Mauch. Der Jakobsweg, der durch Biberbach führt, führt den Wanderer auch auf den Markter Burgberg.

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